IG Integration + zieht Jahresbilanz

Die Situation der Flüchtlinge ist und wird für das Team der IG immer das beherrschende Thema sein, auch im Jahr 2020.  

 Wir Alteingesessenen kennen uns im Dorf und sind anerkannt. Das ist ein Vorteil, den die Migranten nicht haben. Sich gegenseitig zu grüßen, die Hand zu reichen oder sich Freunde zu nennen, damit fängt es an. Besonders wichtig ist es, die heranwachsende Generation zu integrieren. Doch hapert es nach unserer Beobachtung immer noch vielfach daran, dass die Flüchtlinge im Alltag nicht genügend eingebunden werden. Wir warnen vor Rassismus und Vereinsamung! Wir haben schon viel erreicht. Aber fünf Jahre führen zu Ermüdungserscheinungen. Am Anfang war der Kreis der Helfer groß, heute sind wir nur noch eine Handvoll, die aktiv helfen. Spracherwerb, Arbeitssuche und Wohnungssuche sind die Hauptthemen um die wir uns kümmern. Vor allem für Frauen mit kleinen Kindern ist die Teilnahme an Sprachkursen schwierig bis unmöglich. Viel Zeit verbringen wir mit dem Ausfüllen von Bescheiden. Die Interpretation von Schreiben und Bescheiden von Behörden ist für uns mittlerweile zur frustrierenden Hauptaufgabe geworden. Dabei sind die eigentlichen Herausforderungen ganz andere. Die Flüchtlinge können unsere Gesellschaft nur erleben, wenn sie sehen, was wir tun! Und wir müssen uns natürlich auch mit ihnen austauschen. Leider, so müssen wir einmal mehr feststellen, gibt es in vielen Kommunen keine Hauptamtlichen für Flüchtlingsfragen. Für die Integrationsarbeit fehlen uns die politischen Konzepte. 

Generell schließen wir Ehrenamtlichen eine Lücke zwischen Bürokratie im weitesten Sinne und den Menschen selbst. Frustration ist auch bei der IG ein Thema, welches sie immer wieder ansprechen und verarbeiten muss. Wir kennen die Menschen, die hierher kommen nicht und wir kennen ihre Kultur nicht. Wir wissen nicht, wie sie sich ihr Leben hier vorstellen. Man muss Rückschläge ertragen können. Die Bilanz der IG fällt jedoch positiv aus: „Wir sind zu einer starken Gruppe zusammengewachsen, die Geflüchteten vertrauen uns und wir sind erfolgreich bei der Integrationsarbeit in unserer Gemeinde.”   

Theresia Jonas

IG Integration +

Frohe Weihnachten wünscht das Team der IG Integration +

Wir lassen uns nicht entmutigen

Wir möchten allen Besucherinnen und Besuchern von Treff International und allen Unterstützern der IG Integration +  auf diesem Wege ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünschen. Genießen Sie erholsame und besinnliche Feiertage und starten sie beschwingt in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2020.

Wir vom Team werden auch im Jahr 2020 solidarisch mit unseren neuen Mitbürgern sein und weiterhin daran mitarbeiten, dass die  Gesellschaft  fürsorglicher und aufmerksamer miteinander umgeht, sich die Hand reicht, zusammensteht, aufeinander  zugeht und einen wirklich  menschlicheren Umgang, trotz- oder vielleicht sogar gerade wegen- der Meinungsverschiedenheiten pflegt. Wir wollen weiterhin Brücken bauen und durch unser Handeln die Integration in unserer Gemeinde nach Vorne bringen. Die IG Integration + konnte  mit Hilfe der Förderung von „KOMM-AN NRW“ 2019 viele Projekte umsetzen und wird auch 2020  mit dem „Treff International“  weiter machen.

Wir wollen uns vor allen Dingen bei der sehr guten Zusammenarbeit mit den Schulen der Gemeinde, dem Jugendhilfezentrum sowie den vielen Bürgerinnen und Bürgern von Neunkirchen-Seelscheid bedanken. Ohne das gesellschaftliche Miteinander die Schwachen zu schützen und zu unterstützen kann nach  unserem Verständnis keine erfolgreiche Integration gelingen.

Bleiben Sie uns auch 2020 treu!

Theresia Jonas

IG Integration +

Schwimmbadbesuch mit Geflüchteten

KOMM-AN NRW macht’s möglich

 

Zwei Mitglieder der IG Integration + organisierten Schwimmbadbesuch für 12 Flüchtlingskinder im Oktopus . Wasser fasziniert Kinder. Die meisten Kinder lieben es ins Schwimmbad zu gehen. So auch „unsere“ Flüchtlingskinder, die kaum die Gelegenheit bekommen, ausgelassen für mehrere Stunden im Wasser zu planschen oder zu schwimmen. Das ist bedauerlich,  weil gerade Kinder im Wasser vielfältige Körper-, Sinnes- und Bewegungserfahrungen sammeln können und es vor allem in der Gruppe viel Spaß macht und motivierend ist, sich mit dem Element „Wasser“ vertraut zu machen.

Doch der Besuch im Schwimmbad bedeutete auch Aufklärung der Kinder vor möglichen Gefahrenquellen und dem richtigen Verhalten in einem Schwimmbad. Für unsere Kindergartenkinder stand in erster Linie der spielerische Umgang und die Gewöhnung ans Wasser im Vordergrund, während die Schulkinder sich schon mutig auf die X-Tube Reifenrutsche trauten.  Die Begeisterung für das  Wasser war allen Kindern anzumerken und viel zu schnell vergingen die eingeplanten Stunden im Freizeitbad.

Dank der finanziellen Zuwendung des Landes NRW durch das Projekt „KOMM-AN“ konnten im Anschluss noch die leeren   Mägen mit einem leckeren Abendessen gefüllt werden. Die IG Integration + Neunkirchen bedankt sich beim Land NRW sowie beim Kommunalen Integrationszentrum Siegburg für die Bewilligung der Fördergelder.

Theresia Jonas
IG Integration +

4 Tage im politischen Berlin

IG Integration + Neunkirchen wurde auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Winkelmeier-Becker für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit nach Berlin eingeladen. Unterbringung und Verköstigung wurden durch das Presseamt der Bundesregierung bestens gewährleistet.

Sechs Mitglieder der IG Integration + bekamen während dieser viertägigen erlebnisreichen Reise  einen umfangreichen Einblick in das politische Berlin.  Neben einem Besuch ins Reichstagsgebäude, einem Informationsvortrag über Arbeitsweise und Zusammensetzung des Deutschen Bundestages, einer  Stadtrundfahrt, eine Besichtigung der Reichstagskuppel mit dem obligatorischen atemberaubenden Rundblick auf die Stadt, einem  Vortrag über die Aufgaben des BND und des Justizministerium,  standen  auch ein  intensives  Gespräch mit der Abgeordneten auf dem Programm. Frau Winkelmeier-Becker gab uns einen Einblick über ihre Aufgaben und Tätigkeiten im Bundestag und würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen des Rhein-Sieg-Kreises. „Das mitmenschliche Wirken und der soziale Beitrag der Engagierten sind aller Ehren wert und verdienen Respekt und Würdigung“, so die Abgeordnete. Mit dieser viertägigen Reise nach Berlin honoriert und bedankte sich Frau Winkelmeier-Becker bei all den Mitreisenden.    Die Mitglieder der IG Integration + bedanken sich für die Einladung einer perfekt organisierten und interessanten politischen Bildung in die pulsierende Hauptstadt BERLIN.

 

Theresia Jonas

IG Integration +    

IG Integration auf Fortbildung

AWO und Komm-An NRW luden ein

 

Ein negatives Asylverfahren bedeutet für die Betroffenen in der Regel das Ende für dauerhafte Bleibeperspektive in Deutschland. Allerdings gibt es viele Situationen, in denen die abgelehnten Asylbewerber trotzdem längerfristig in Deutschland bleiben, da sie aus den unterschiedlichsten Gründen „geduldet“ werden. Leider gibt es in unserem Ausländerrecht nicht viele Möglichkeiten, als abgelehnter Asylbewerber einen Aufenthaltstitel zu bekommen, denn der sogenannte „Spurwechsel“ ist politisch nicht gewollt.

Trotzdem gibt es Chancen, sich eine längerfristige Bleibeoption zu „erarbeiten“. Diese Wege sind sehr steinig und mühsam. Aber wenn man sich frühzeitig vorbereitet, könnte einem dieser Weg mit einem späteren Aufenthaltstitel belohnen. Referent Silvio Jander (Fachkraft für Ausländerrecht) erläuterte anhand einiger Praxisbeispiele welche Wege für Geduldete Menschen in Frage kommen.  

Für uns als Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit von Neunkirchen war die  fast vierstündige Fortbildung  von großem Nutzen. Wir können  mit  denen uns an die Hand gegebenen neuen Informationen gut arbeiten. Desweiteren  bedanken wir uns bei der AWO/Bonn/Rhein-Sieg für die Einladung  und die Bewirtung.

 

Theresia Jonas

IG Integration +

VIELWERT – Vielfalt wertschätzen

IG Integration + bildet sich fort

Am 29.08.2019 nahmen vier Mitglieder der IG am Tagesseminar „Netzwerken mit interkultureller Kompetenz“, auf Einladung   des KSI/Siegburg, teil.  Der Workshop, der von Referent Özdilek Simsek (Soziologe) interessant und abwechslungsreich geleitet wurde, führte die Teilnehmer, die aus Personen der Verwaltungen, Bildungsträgern, Schulen und   Ehrenamtlichen bestanden, zu einer Öffnung, die in der interkulturellen Willkommens- und Anerkennungskultur von großer Bedeutung ist. Die Gestaltung dieser Prozessöffnung kann nur nachhaltig gelingen, wenn sich strukturelle Veränderungen auch in der Haltung und dem Verhalten aller Beteiligten widerspiegeln. Die Kultur aller Menschen ist nicht losgelöst zu sehen, sondern hat immer einen gesellschaftlichen Bezug. Jede Nation, Gesellschaft, Organisation oder Gruppe hat typische Orientierungssysteme. Diese Systeme sind an Symbolen wie z.B. Sprache, Gestik, Mimik, Kleidung, Begrüßungsrituale zu erkennen. In einer Gemeinschaft in der die interkulturelle Öffnung nicht nur ein Wort ist, sondern aktiv mit Leben gefüllt wird, haben wir von der IG gelernt, das Erfahrungsaustausch immer wieder neue Impulse setzt und den Blick in eine weltoffenere Gesellschaft schärft.

Alle Teilnehmer dieses Workshops haben harmonisch miteinander agiert und haben verstanden, dass der beidseitige Umgang mit Menschen unterschiedlicher kultureller Orientierung und die Überprüfung eigener Wertestandpunkte zur Optimierung der interkulturellen Kommunikation gehört.

 

IG Integration +

Theresia Jonas

Flüchtlingskinder und das Mittelalter

IG Integration + und KOMM-AN NRW

Die Natur bietet für Kinder einen optimalen Raum um gemeinsam Zeit zu verbringen, sich vom Alltag oder negativen Erlebnissen abzulenken und neue Energie zu tanken. In der Naturschule am Aggerbogen hatten letzten Samstag 18 Kinder die Möglichkeit, zusammen zu spielen, neugierig zu sein, zu forschen, zu entdecken, miteinander und voneinander zu lernen. Die uns zur Verfügung gestellten „Projektleiterinnen“ hatten schnell einen guten Blick für die Potenziale der Kinder, die aus den verschiedensten Ländern und Lebensumständen kommen. Viele bringen ihre kulturellen Gewohnheiten, eigene Kommunikationsformen und ein eigenes Wissen mit. Hier bieten solche gemeinsamen Ausflüge eine gute Gelegenheit zur Integration. Gestartet wurde mit Fragen zu den Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten von Menschen im Mittelalter und Spielszenen wurden nachgestellt. Neben dem, gerade bei den größeren Kindern beliebten Bogenschießen, gab es Kletterangebote wie Slakeline und eine Schaukelfee, die gerade den Kleineren besonderen Spaß machten. Nach Spiel und Sport durften die Kinder gemeinsam mehrere Bleche Pizza backen und nach fast vier Stunden ging es leider zurück in die Normalität. Unterstützt und gefördert wurde das Projekt von KOMM-AN NRW.

Theresia Jonas
IG Integration +   

Werkzeug für Ghana

IG Integration + unterstützt das Projekt “Werkzeug für Ghana”. Junge Leute, die in Ghana eine Ausbildung abgeschlossen haben, können oft ihre Aufträge nicht ausführen, weil ihnen das dafür benötigte Handwerkszeug fehlt. Hier möchte die Flüchtlingsinitiative Lohmar-Siegburg, in Zusammenarbeit mit Frau Albus, die schon seit Jahren in Ghana wohnt, mit einer Sammelaktion helfen. Wir von der IG unterstützen das Projekt, da wir davon überzeugt sind, dass neben der Integration der Geflüchteten auch Fluchtursachen in den Herkunftsländern bekämpft werden müssen. Frau Schäfer-Einfinger, die seit Jahren mit der Flüchtlingsinitiative Lohmar im Kontakt steht, nimmt gerne als Sammelstelle für Neunkirchen-Seelscheid Werkzeug entgegen. Unter hennyschaefer@t-online.de oder 0172-2559507 können sie Kontakt mit ihr aufnehmen. Egal welches intakte und brauchbare Werkzeug und für welchen Beruf sie etwas abzugeben haben (KFZ, Friseur o.ä.), die Menschen in Ghana freuen sich sehr darüber. Bitte informieren sie auch Nachbarn, Freunde und Bekannte, evtl. hat der der Ein oder Andere noch ein “Schätzchen” im Keller oder in der Garage, was er dem Projekt zukommen lassen kann. Freuen wir uns auf zahlreiche “Werkzeugspenden”
Theresia Jonas
IG Integration +

Zweites Halbjahr beginnt mit einem Ausflug ins „Mittelalter“

Treff International startet wieder durch!

Kinder zwischen 8 und 12 Jahren werden in die Zeit des frühen Mittelalters versetzt und versuchen das Leben mit all seinen Tücken der damaligen Zeit nachzuleben. Im Oktober geht es dann weiter mit dem Café “Treff International” in der Alten Schule von Neunkirchen – die Termine werden auf unserer Homepage www.integration-nks.de veröffentlicht. In unserem einmal monatlich stattfindenden Treff gibt es die Möglichkeit bei einer Tasse Kaffee zu Klönen. Jede und jeder kann die eigenen Erfahrungen, Gaben und Talente einbringen, zuhören oder mitreden. Das Team plant im zweiten Halbjahr kleinere Ausflüge, gemeinsame Theater- und Ausstellungsbesuche – je nach Interesse der Teilnehmenden. “Wir haben viele Stammgäste, aber es kommen auch regelmäßig neue Gäste hinzu. Wenn sich die Menschen nach dem Treff bedanken und wir merken, sie haben eine gute Zeit gehabt. Und die Menschen sind meistens schon sehr, sehr dankbar für alles, was wir tun. Alle sind außerdem sehr freundlich und nett und freuen sich über die Möglichkeiten, die wir ihnen bieten. Und das bereichert uns. Wir gehen abends immer raus und sagen: Das war ein schöner Tag, hat Spaß gemacht”.”

Wir freuen uns auf ein abwechslungsreiches zweites Halbjahr beim Treff International.

Theresia Jonas

IG Integration +

Einfach einmal „Dankeschön“ sagen

Hilfe, die ankommt

Seit Jahren fährt das „Brötchenteam“ von Neunkirchen abends mit seinen privaten Autos die Bäckereien Stommel und Franken ab und übernimmt dort die Backwaren, die am Tage nicht verkauft wurden. Die Backwaren sind natürlich noch zu 100% genießbar und zum Wegschmeißen zu schade, daher hat Frau Schäfer-Einfinger vor fast drei Jahren den „Brötchendienst“ ins Leben gerufen. Anfangs konnten wir noch täglich die Brote abholen, leider fehlt uns zwischenzeitlich ehrenamtliches Personal, so dass wir am Mittwoch aussetzen müssen. Wir sind stolz auf das Projekt, welches sich der IG Integration + angeschlossen hat und wollten zu Ferienbeginn einmal ein großes Dankeschön an die netten Mitarbeiter beider Bäckereien aussprechen. Jeden Abend werden die Brote und Brötchen für die Bedürftigen gepackt und an den Fahrdienst weitergegeben. Für das Team ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen von Solidarität den bedürftigeren Mitmenschen unserer Gemeinde gegenüber.

Theresia Jonas

IG Inegration +