Sprache lernen mit Spaß

IG Integration + ist wieder am Start

 Die Interessengemeinschaft Integration + wurde 2017 gegründet und ist seit dieser Zeit, neben der Gemeinde, Ansprechpartner für Geflüchtete.

Ab Freitag, den 01.04.2022 wird in der Alten Schule der erste ehrenamtlich organisierte Sprachkurs für ukrainische Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig sind, stattfinden. Der Kurs findet jeweils Montags und Freitags in der Zeit von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr statt.   

Der IG Integration + geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Orientierung in Deutschland und Neunkirchen zu geben. Die Maßnahme soll Ukrainer in der Eingewöhnungsphase unterstützen, sich in Deutschland sprachlich ausdrücken und somit Hürden im Alltag besser bewältigen zu können. Der angebotene Kurs ist kostenlos und unverbindlich. Der IG ist es ein Anliegen, dass die Menschen mit einem einfachen, intuitiven Sprachlernansatz zum Erfolg kommen. Offiziell sind in Neunkirchen-Seelscheid etwas über 100 ukrainische Kriegsflüchtlinge gemeldet. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass es mehr sind, da sich noch nicht alle in der Gemeinde angemeldet haben. 

Neben den angebotenen Sprachkursen für die Geflüchteten, hier liegen der IG nach wie vor alle Flüchtlinge in Neunkirchen am Herzen, werden durch das Förderprogramm NRW „KOMM-AN“ , Nachhilfe für Kinder, Mal- und Lesegruppen sowie ein Sprachkurs angeboten. Die Aufgaben der IG sind vielseitig und die Vernetzung zu anderen Organisationen, Vereinen und Flüchtlingsräten sehr gut. So gibt es beispielsweise auch die Möglichkeit, Fahrräder kostenlos reparieren zu lassen, die derzeit dringend benötigt werden. Sollten Sie ein Fahrrad haben, welches Sie gerne an Geflüchtete abgeben möchten oder können, melden sie sich gerne bei Frau Palonen-Heisse unter tarja.palonen-heisse@integration-nks.de.

 Theresia Jonas
IG Integration + Neunkirchen

 

Weihnachtsfeier für Flüchtlinge

„Wichtig ist das Gefühl, willkommen zu sein“

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum … erklang bei der Weihnachtsfeier im Übergangsheim der Ohlenhohnstraße. Viele Bewohner folgten der Einladung zu einem kleinen „coronakonformen“ Beisammensein mit Plätzchen, Mandarinen, Nikolaus und Geschenketüten, die zuvor von den Ehrenamtlichen der IG Integration + gemeinsam verpackt wurden. Wie in den letzten Jahren zuvor, wurde der Weihnachtsbaum von der Bezugs- und Absatzgenossenschaft Neunkirchen eG gesponsert – hierfür herzlichen Dank.

Durch die regelmäßigen Besuche hat sich im vergangenen Jahr ein freundschaftlicher Kontakt zu den Bewohnern entwickelt. Vor allem die dort wohnenden Kinder werden von den Ehrenamtlichen regelmäßig unterstützt. Mit der Unterstützung des seit 2016 bestehenden Förderprogramms KOMM-AN NRW finden dort regelmäßig Mal- und Spielgruppen statt.

 Bevor es zur Übergabe der Geschenke kam, wurde der Weihnachtsbaum von den Kindern liebevoll geschmückt, die Frauen des Heimes freuten sich über die weihnachtliche Abwechslung und versorgten die Anwesenden mit kleinen „Überraschungen“ aus ihren Heimatländern. Ein zehnjähriger afghanischer Junge, der zum ersten Mal in Deutschland einen Weihnachtsbaum sah, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Er erzählte den Ehrenamtlichen, dass er in der Schule fleißig sein will, damit er ein guter Schüler wird, um später einmal ein eigenständiges und glückliches Leben führen zu können.

Am Ende der kleinen Feier strahlten viele Augen vor Dankbarkeit und der Hoffnung auf ein besseres Jahr 2022.

Theresia Jonas
IG Integration +

Die motivierende Nachhilfe

IG Integration + startet mit praxisnahem Unterricht

“Ich möchte einmal mit dir kochen” bat Nachhilfeschüler Karrar vor ein paar Wochen Henny Schäfer-Einfinger. Sie unterrichtet seit fast einem Jahr den irakischen 13jährigen mit Unterstützung des Förderprogrammes “Komm-An NRW” in Englisch und Deutsch.

Am letzten Freitag war es dann endlich so weit, ein Nudelauflauf wurde vorbereitet und gekocht. Was Karrar allerdings nicht wusste – die angebotene Kochstunde wurde in Englisch abgehalten und so ganz nebenbei konnten die Englischvokabeln trainiert und abgefragt werden. Karrar war begeistert und folgte allen Anweisungen der Küchenchefin. Beim anschließenden “Dinner for Two” wurde nicht nur geschlemmt, sondern auch Englische Konversation geübt. Diese Form der Nachhilfe fand große Begeisterung, so dass einer Wiederholung nichts im Wege stehen wird. Vielleicht heißt es in wenigen Wochen „Invitation to cook“.

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Hausaufgabenhilfe

IG Integration + fördert die Kinder

 

Zu uns kommen vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund, die unterschiedliche Schulformen und Jahrgangsstufen besuchen: von der Grundschule bis zur Gesamtschule, von der ersten bis zur neunten Klasse. Alle Kinder brauchen Hilfestellung bei den Hausaufgaben. Diese versuchen wir ihnen zu geben. Außerdem bereiten wir sie auf Klassenarbeiten, Tests usw. vor, entwickeln mit ihnen gemeinsam Lernstrategien, fördern sie im Bereich Sprache und versuchen, ihnen den Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule zu erleichtern.

Aufgrund der zurzeit herrschenden Hygienemaßnahmen sind unsere Förderungen nur noch im kleinen Rahmen möglich. Im Schulungsraum der Flüchtlingsunterkunft dürfen max. zwei Kinder unterrichtet werden. Im Wohnzimmer unserer Pädagogischen Fachkraft Frau Schäfer-Einfinger finden sich zwei- bis dreimal wöchentlich maximal drei Schulkinder zusammen.

Der Bedarf bzw. die Nachfrage sind aber deutlich größer. Ohne zusätzliche außerschulische Unterstützung ist eine erfolgreiche Integration in Schule und Berufsausbildung oft kaum zu schaffen. Die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hausaufgabenhilfe stehen in einem guten Kontakt zu Eltern und Lehrern. Wir bereiten uns sehr individuell auf die Kinder vor, damit die Förderungen da ankommen, wo sie gebraucht werden. Viele Kinder haben einen viel zu kleinen deutschen Wortschatz und Lese- und Textverständnis sind oft nicht ausreichend. Bei all den unterschiedlichen Lernleistungen stehen die Förderung und das soziale Miteinander im ausgewogenen Verhältnis miteinander.

Die IG Integration + ist sehr froh darüber, dass ihr Projekt der Hausaufgabenhilfe durch das Programm des Landes NRW „KOMM-AN NRW“ gefördert wird.

 

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Alpakas hautnah erleben

Letzten Freitag ging es mit sechs Flüchtlingskinder auf eine Alpakatour auf dem Alpakahof Faber

Dank des Landesförderprogramms „KOMM-AN NRW“ in Zusammenarbeit mit dem Integrationszentrum Siegburg und einiger Spenden aus Neunkirchen, konnte das Projekt durchgeführt werden.

Für die Kinder war es das erste Mal, dass sie die Gelegenheit bekamen Alpakas hautnah zu erleben, die Tiere in ihrem Umfeld zu beobachten und ein Stück in Begleitung spazieren zu gehen.  Ziel einer Alpakaführung ist es, das Bewusstsein zu stärken, Ängste und Sorgen für einen Moment zu vergessen und ein höheres Selbstwertgefühl zu erlangen – aber vor allem eine entspannte und lustige Zeit zu haben.  Die Kinder lernten, dass man sich das Zutrauen eines Alpakas nur mit Geduld und Ruhe erarbeiten kann.  Alpakas sind zwar neugierige Tiere, dem Menschen gegenüber aber trotzdem zurückhaltend. Für die Kinder bedeutete das, dass sie nicht auf die Tiere zustürmen durften, sondern sich mit einer respektvollen Distanz  den Tieren nähern konnten.  Alle waren begeistert von den großen, dunklen Augen und dem weichen Fell, welches sie zum Kuscheln und Streicheln einlud.  Andrea und Markus, die uns die Welt der Alpakas beeindruckend erklärten, sind seit drei Jahren von der Magie der Alpakas verzaubert und ließen diese Begeisterung während der Wanderung auf uns überspringen.

Die Kinder und Begleitpersonen bedanken sich bei „Komm-An-NRW“ für die finanzielle Unterstützung und bei dem Team vom Alpakahof Faber  für den wunderschönen Ausflug.

Die Legende der Inkas besagt, dass wer einem Lama einmal in seine sanftmütigen Augen geschaut hat, wird dies niemals vergessen. Denn in ihren Augen spiegelt sich die Welt.

Wir nehmen diese Legende gerne in unserem Herzen auf.

Theresia Jonas