Die motivierende Nachhilfe

IG Integration + startet mit praxisnahem Unterricht

“Ich möchte einmal mit dir kochen” bat Nachhilfeschüler Karrar vor ein paar Wochen Henny Schäfer-Einfinger. Sie unterrichtet seit fast einem Jahr den irakischen 13jährigen mit Unterstützung des Förderprogrammes “Komm-An NRW” in Englisch und Deutsch.

Am letzten Freitag war es dann endlich so weit, ein Nudelauflauf wurde vorbereitet und gekocht. Was Karrar allerdings nicht wusste – die angebotene Kochstunde wurde in Englisch abgehalten und so ganz nebenbei konnten die Englischvokabeln trainiert und abgefragt werden. Karrar war begeistert und folgte allen Anweisungen der Küchenchefin. Beim anschließenden “Dinner for Two” wurde nicht nur geschlemmt, sondern auch Englische Konversation geübt. Diese Form der Nachhilfe fand große Begeisterung, so dass einer Wiederholung nichts im Wege stehen wird. Vielleicht heißt es in wenigen Wochen „Invitation to cook“.

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Übergangsheim ohne 100%iges WLAN

Die WLAN-Ausstattung der Flüchtlingsunterkunft in Neunkirchen ist stark ausbaufähig.
Die IG Integration + hat sich in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen Schulen geschlossen und die Kitabetreuung eingeschränkt sind sowie Homeoffice zum Alltag gehört, darüber Gedanken gemacht und ihr Anliegen, den Kauf eines WLAN-Verstärkers für den Schulungsraum, am 03.08.2020 der Bürgermeisterin vorgelegt. Am 19.8.2020 wurde der Antrag in der Ratssitzung nicht angenommen. Er wurde stattdessen an den Haupt- und Finanzausschuss weitergeleitet, der am 02.09.2020 tagte. Hier wurde er an den Sozialausschuss weitergegeben, dieser sollte am 28.01.2020 tagen, wurde aber wegen Corona abgesagt.
Obwohl die Notwendigkeit für die Menschen in den Unterkünften erkannt war und deren Dringlichkeit durch die Absehbarkeit der pandemischen Entwicklung vorhersehbar gewesen ist, ist bezüglich des Zustandes des WLAN nichts passiert! Es ist seit Jahren bekannt, dass die Internetverbindungen im Übergangsheim nicht ausreichend sind. Die meisten Geflüchteten verfügen über Mobiltelefone und sind daher ohne WLAN auf die teuren Datenraten ihrer Mobilfunkverträge angewiesen, um damit am Homeschooling teilnehmen zu können. Vor Corona konnten die Menschen die kostenlosen Hotspots von Cafés oder öffentlichen Einrichtungen nutzen, um dort die notwendigen digitalen Verbindungen herzustellen. Die IG Integration + fordert die Verwaltung auf, sich der Sachlage nunmehr anzunehmen, da eine WLAN-Versorgung für die Flüchtlinge in kommunalen Unterkünften in unserer digitalen Welt genauso elementar ist, wie für jeden anderen Bürger auch. Digitaler Unterricht ohne Internet kann nicht stattfinden, die Kinder und Auszubildenden verlieren den Anschluss, Teilnehmer an Deutschkursen werden ohne gut funktionierendes WLAN kaum weiterkommen und die Kommunikation mit Verwaltungen und Behörden ist kaum möglich.

Theresia Jonas
IG Integration + Neunkirchen

Hausaufgabenhilfe

IG Integration + fördert die Kinder

 

Zu uns kommen vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund, die unterschiedliche Schulformen und Jahrgangsstufen besuchen: von der Grundschule bis zur Gesamtschule, von der ersten bis zur neunten Klasse. Alle Kinder brauchen Hilfestellung bei den Hausaufgaben. Diese versuchen wir ihnen zu geben. Außerdem bereiten wir sie auf Klassenarbeiten, Tests usw. vor, entwickeln mit ihnen gemeinsam Lernstrategien, fördern sie im Bereich Sprache und versuchen, ihnen den Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule zu erleichtern.

Aufgrund der zurzeit herrschenden Hygienemaßnahmen sind unsere Förderungen nur noch im kleinen Rahmen möglich. Im Schulungsraum der Flüchtlingsunterkunft dürfen max. zwei Kinder unterrichtet werden. Im Wohnzimmer unserer Pädagogischen Fachkraft Frau Schäfer-Einfinger finden sich zwei- bis dreimal wöchentlich maximal drei Schulkinder zusammen.

Der Bedarf bzw. die Nachfrage sind aber deutlich größer. Ohne zusätzliche außerschulische Unterstützung ist eine erfolgreiche Integration in Schule und Berufsausbildung oft kaum zu schaffen. Die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hausaufgabenhilfe stehen in einem guten Kontakt zu Eltern und Lehrern. Wir bereiten uns sehr individuell auf die Kinder vor, damit die Förderungen da ankommen, wo sie gebraucht werden. Viele Kinder haben einen viel zu kleinen deutschen Wortschatz und Lese- und Textverständnis sind oft nicht ausreichend. Bei all den unterschiedlichen Lernleistungen stehen die Förderung und das soziale Miteinander im ausgewogenen Verhältnis miteinander.

Die IG Integration + ist sehr froh darüber, dass ihr Projekt der Hausaufgabenhilfe durch das Programm des Landes NRW „KOMM-AN NRW“ gefördert wird.

 

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Warten… Worauf?

IG Integration + Neunkirchen-Seelscheid spendet  

Ein großer Teil der Zeit vergeht für die Menschen im Flüchtlingscamp Kara Tepe mit Warten.

Sie warten täglich auf die Essensausgabe, sie warten darauf, dass es endlich Duschen, Strom oder wetterfeste Winterzelte gibt. Oder auf einen Termin für ihr Interview, dann auf den Bescheid.

Sie müssen darauf warten, ob ihnen jemand warme Kleidung zubilligt oder Schuhe für ihre Kinder.

Sie warten, ob es irgendwann wieder eine Schule für die Kinder gibt.

Sie warten hinter Stacheldraht darauf, dass Europa über ihr Leben entscheidet. Darüber, ob ihre Kinder eine Zukunft haben, die sie für sie erhofften und erträumten.

Sie haben eine Entscheidung getroffen. Wegzugehen von Krieg oder Terror. Und jetzt entscheidet Europa für sie – ob sie Duschen haben dürfen oder warmes Essen. Oder auch nicht. Ob ein festes Dach über dem Kopf schon zu viel des Luxus für einen Flüchtling ist.

Und worauf warten wir in Europa eigentlich? Jetzt im Advent?

Warten wir nicht mehr! Evakuieren wir die Elendslager in Lesbos, auf den anderen Inseln, entlang der sogenannten „Balkanroute“, wo immer sie auch sind!

Wir haben schon viel zu lange gewartet! Wir sollten eigentlich die Menschen nicht vergessen. Wir müssen bedenken: Das ist auch unsere Verantwortung. Es gehört zu unserer sozialen Verpflichtung auch für diese Menschen da zu sein. Die IG Integration + durfte 400 Euro an die Organisation von Gerhard Trabert überweisen (Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.). Der Mediziner hilft schon seit Jahren in verschiedenen Flüchtlingscamps mit seinem Fachwissen und seinem Engagement. Wir sind uns sicher, dass unsere Spende dort bestens aufgehoben ist.

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

IG Integration + Neunkirchen hilft sofort

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt derzeit in der Flüchtlingsunterkunft “Ohlenhohnstraße” für Unruhe. Die Mitglieder der IG Integration + versuchen, die Geflüchteten für die Corona-Pandemie zu sensibilisieren, sie aufzuklären und so weit es geht zu unterstützen.

Eine Studie besagt, dass das Risiko sich mit Corona zu infizieren in Flüchtlingsunterkünften, besonders hoch ist. Eine Unterkunft, in der es Corona-Infektionen gibt, wird komplett unter Quarantäne gestellt. Alle Bewohner, sowohl positiv als auch negativ getestete, werden unter Quarantäne gestellt, so die Erfahrung vor einigen Wochen, als das Heim unter eine 14-tägige Ausgangssperre gestellt wurde. Die Gemeinde hat Desinfektionsspender angebracht und Hinweise zum Corona-Virus in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt. Doch leider können viele der im Heim lebenden Menschen nicht lesen, so dass Aufklärungsarbeit nötig ist.

Moses, ein geflüchteter junger Mann aus Afrika, hat es besonders schwer getroffen. Aufgrund einer Operation ist sein Infektionsrisiko sehr hoch und die Sorge, sich anzustecken groß. Henny Schäfer-Einfinger hat sich seiner angenommen und versucht, bei der Gemeinde “Mundschutz” zu bekommen, da das Budget von Moses kaum Spielraum lässt, um Atemschutzmasken zu kaufen. Leider wurde bis heute seitens der Gemeinde nicht geholfen, so dass die IG Integration + über “Lohmar hilft” einige FFP2 Masken organisieren konnte. Das Team legte noch einige Stoffmasken dazu, so dass Moses erst einmal gut eingedeckt ist.

Für uns darf das Risiko, mit Corona infiziert zu werden, nicht davon abhängen, wie viel Geld jemand monatlich zur Verfügung hat – wir helfen da, wo es nötig ist und das schnell und unbürokratisch.

Theresia Jonas
IG Integration + Neunkirchen

Kreative FreiZeiten

Spiel- und Beschäftigungsideen für Flüchtlingskinder

Beim Tanzen, Singen, Bauen, mit Musik oder beim Basteln kommen sich die Kinder  näher und all das wirkt sich positiv auf ihr eigenes Wirken aus, so die Feststellung von Henny Schäfer-Einfinger, die zweimal wöchentlich im Rahmen des „KOMM-AN“ Förderprogrammes NRW eine kreative und erlebnispädagogische Beschäftigung für Flüchtlingskindern anbietet.  Henny, die sich schon viele Jahre um die Belange von Kindern kümmert, weiß genau, was die  Kinder mögen.   Sechs bis 10 Jahre alt sind die Kinder, die mit Scheren, Papier, Kleber, Wolle und Pinseln die schönsten Dinge fertigen.  Henny behält immer den Überblick und erläutert: „Die Kinder müssen lernen zu warten, sie müssen sich die Materialien teilen und ein „Nein“ akzeptieren. „Wenn sie mit Jungen und Mädchen arbeitet, dann achtet sie immer darauf, dass sie spielerisch die Regeln lernen, die sie brauchen, um im Kindergarten oder in der Schule keine Probleme zu bekommen. Einige der Kinder haben aufgrund ihrer Zuwanderung Probleme mit der deutschen Sprache, vor allem das Lesen macht ihnen zu schaffen. Mit Hilfe des Förderprogrammes „KOMM-AN NRW“ Rhein-Sieg können wir ihnen die Möglichkeit geben, ihre sprachliche Benachteiligung abzubauen und sie somit besser in unsere Gesellschaft zu integrieren. Das Team der IG Integration + Neunkirchen ist froh darüber, dass sich  viele Kinder  dem Angebot angeschlossen haben und mit viel Freude und Begeisterung daran teilnehmen.

 

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Flüchtlingsfrauen lernen Deutsch

Sie waren Lehrerinnen, Studentinnen und Hausfrauen, als sie noch eine Heimat hatten. Vor gar nicht so langer Zeit waren sie in Teheran, Istanbul und anderen Städten zu Hause. Jetzt sind sie erst einmal heimatlos und warten auf ihre Anerkennung als Flüchtlinge. Doch sie geben sich Mühe, in Deutschland, genauer gesagt in Neunkirchen-Seelscheid, heimisch zu werden. Eine Grundvoraussetzung dafür, das haben die Frauen schnell erfahren, ist das Erlernen der deutschen Sprache.

Am Anfang steht Sich-Kennenlernen. Jede Frau stellt sich mit Namen vor – auf Deutsch! Hemmschwellen abzubauen ist das größte Problem, sagt Ingrid Opitz, die sich bereit erklärt hat den Unterricht zu gestalten und den jungen Frauen mit Kompetenz und Herzlichkeit zweimal in der Woche die deutsche Sprache näher zu bringen. Frau Opitz, die viele Jahre als Leiterin der Stöberstube Neunkirchen aktiv war, wollte sich eigentlich nichts „Neuem“ widmen, bis sie von der Not der Frauen „ohne“ Sprachkurs gehört hatte.

Beherzt nahm sie Kontakt mit der IG Integration + auf und in kürzester Zeit fanden die regelmäßigen Treffen in der Alten Schule statt. Mit Hilfe des Förderprogrammes NRW „KOMM-AN“ können notwendige Lernmaterialen gekauft werden, die den Frauen helfen, die Sprache besser zu verstehen. Danke an Ingrid Opitz, die diesen Beitrag zur Integration leistet und viel Erfolg den Frauen bei ihrem „Heimisch-Werden in Deutschland und in der deutschen Sprache!


Wer Interesse hat sich dem Sprachkurs anzuschließen kann dies gerne tun. Der Unterricht findet jeden Montag und Freitag von 9:30 bis 11:00 Uhr in der Alten Schule in Neunkirchen statt.


Theresia Jonas
IG Integration + Neunkirchen

IG Integration + Neunkirchen sieht die Notwendigkeit zu spenden

„Moria war schon zuvor kein Ort, an dem ein menschenwürdiges Leben möglich war – jetzt ist er endgültig dahin und wir müssen endlich handeln! Wir brauchen Direkthilfen, um die Menschen aus der lebensbedrohlichen Gefahr zu retten – und zwar sofort! Jeder Tag, an dem nichts geschieht, ist ein Verlorener! Wir brauchen zielstrebige und humane Wege, Menschen ans Festland und in die restliche EU zu bringen. Wir brauchen  selbstbewusste Agenden, um Fluchtursachen zu bekämpfen, damit Menschen sich erst gar nicht in derartige Gefahren begeben müssen. Es gibt kein ‚Weiter so‘“, fordert die IG.

Die verheerenden Brände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos haben Zerstörung und Chaos hinterlassen. War die Situation zuvor schon angespannt, so befinden sich die Flüchtenden nun in einer noch katastrophaleren Lage.

Den Menschen dort fehlt es an Medikamenten, sauberem Trinkwasser und einem Lichtblick in die Zukunft.

Gerhard Trabert, Gründer und 1. Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland, hat uns gezeigt, wie schnell und professionell sein Team auf Lesbos Hilfe leisten konnte. Er reiste für ein paar Tage vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und den Bedarf an Hilfsgütern zu koordinieren. Als Mediziner versorgte er Hunderte von Flüchtlingen. Die Anstrengung seines Teams ist besonders groß, sie leisten dringend benötigte Nothilfe, psychosoziale und juristische Beratung.   

Wir als IG Integration + Neunkirchen haben uns entschieden, Dr. G. Trabert mit seinem Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“ zu unterstützen ( www.armut-gesundheit.de) und hoffen, dass sich uns viele Menschen anschließen werden.

Wir sind uns sicher, dass jede Spende ein Zeichen von Mitmenschlichkeit ist und glauben ganz fest daran, dass sie die Not der Menschen in Moria lindern wird. 

Wer helfen möchte, kann dies gerne über o.g. Homepage tun oder schließt sich unserem Spendenaufruf an und spendet per PayPal an Simonjonas@gmx.de

Halten wir es wie Albert Schweizer „Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren

 Sabine Fix, Brigitte Niedermeyer, Tarja Palonen-Heisse, Waltraud Horn, Marietta Meuser, Kathi Lippens, Katharina Janssen, Henny Schäfer-Einfinger und Theresia Jonas

 

 

IG Integration+ klagt über Bürokratie

Mit „Behördenkram“ klarzukommen, ist schon für deutsche Bürger schwierig. Flüchtlinge fühlen sich damit oft völlig überfordert. Die meisten der Menschen aus anderen Ländern und Kulturen brauchen jahrelang Unterstützung – nicht nur, wenn es darum geht, Deutsch zu lernen.

Die Mitglieder der IG Integration +  gehören in Neunkirchen zu den aktivsten Ehrenamtlichen, die nach wie vor den Flüchtlingen mit Rat und Tat zur Seite stehen.  Sie sind neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit auch  im Flüchtlingsrat Rhein-Sieg engagiert, der nach langer Vorarbeit seine Arbeit aufgenommen hat.

Bei all den Problemen, die auf die Geflüchteten zukommen ist die Bürokratie ein der größten Hindernisse, die es gilt zu überwinden. Wir  arbeiten Anträge mit mehrseitigen Abfragen zu Bildungsstand und Qualifikationen durch, füllen Anmeldungen für Integrationskurse aus, seitenlange Kindergeldanträge sowie  Bewilligungsanträge werden bearbeitet  und oft kämpfen wir uns  im Krankheitsfall durch Anamnesebögen durch. Im Stich gelassen fühlen sich die Flüchtlingshelfer vor allem beim Thema „Räumlichkeiten“. Im Flüchtlingsheim der Ohlenhohnstraße steht seit drei Jahren ein Schulungsraum für die Flüchtlinge- und Flüchtlingshelfer zur Verfügung, dieser darf seit Corona  von den Helfern nicht mehr betreten werden . Im Schulungsraum ist kein ausreichendes Internet , die Schulkinder sind kaum in der Lage ihre online Hausaufgaben zu erledigen. Auf Nachfrage in der Ratssitzung am 02.09.20 wurde uns eine baldige Antwort auf oben erwähnte Probleme in Aussicht gestellt – wir warten immer noch!!!! Bisher konnten wir die Nachhilfe und die notwendigen Papiere im Außenbereich des Heimes erledigen, was aber, wenn der Winter kommt oder eine zweite Welle?   

 

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Es gibt keinen gemäßigten Rassismus

IG Integration + Neunkirchen zeigt Haltung

Als sich am letzten Freitag die AFD vor katholischen Kirche in Neunkirchen mit einem Stand positionierte, versammelten sich einige Bürger zu einer kleinen Protestversammlung auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Drei Mitglieder der IG Integration + hatten zuvor versucht, die Positionen der AFD-Anhänger im Gespräch zu hinterfragen. Mehr als bereits bekannte Parolen wurden aber leider nicht verbreitet. Die familienpolitischen Vorstellungen der AFD sind nicht nur aus den 1950er Jahren, sie sind auch homophob und transgenderfeindlich. Wir als IG wollen, dass die Menschen lieben dürfen, wen sie möchten. Die AFD lehnt „Regenbogenfamilien“ grundsätzlich ab. Ihre Forderung, dass „Deutsche“ mehr Kinder bekommen sollen, um den „ethnisch-kulturellen“ Wandel der Bevölkerungsstruktur“ auszugleichen, nennen wir rassistisch.

Die AFD will Grenzen schließen und Sozialleistungen kürzen. Sie setzt auf eine rigorose Abschiebepolitik. Das Menschenrecht auf Asyl gilt für die AFD nicht. Wir wollen nicht, dass die AFD in Neunkirchen mit ihrer rassistischen Politik das Klima in der Gemeinde vergiftet, daher sind wir ihnen entgegengetreten. Dank der vielen positiven Gesten, wie z.B. Daumen hoch, Schülern, die sich spontan der Versammlung anschlossen, sind wir uns sicher, dass Neunkirchen-Seelscheid kein Rassistenpflaster ist und wird und die Menschen hier für unsere Demokratie und  ein buntes Miteinander einstehen.

IG Integration + Neunkirchen