In Zukunft mobil – Fahrradübergabe

Wie schön wäre es, für die vielen kleinen und großen Wege ein Fahrrad zur Verfügung zu haben.  Mal eben mit dem Rad in die Stadt fahren, einkaufen, an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen oder zu Freunden radeln – für Viele eine Selbstverständlichkeit. Doch vor allem Flüchtlingen ohne Anerkennungsstatus fehlt oft das Geld, um sich ein fahrtüchtiges Fahrrad leisten zu können.  Nabiah aus Pakistan, die schon seit fünf Jahren in Deutschland lebt, bat schon lange darum, dass die IG Integration ihr bei der Suche nach einem günstigen Fahrrad behilflich ist. Gestern konnten wir ihr nun endlich ein schönes gebrauchtes Fahrrad übergeben. Dank einer Fahrradspende aus dem Ortsteil Hohn wird Nabiah jetzt einfacher überall umweltfreundlich hinfahren können. 

Wir suchen noch dringend kleinere Fahrräder für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren.  Nach telefonischer Rücksprache (01577-4724865) können die Räder auch gerne abgeholt werden. Da wir leider keine ehrenamtliche Fahrradwerkstatt führen, sollten die Räder bitte fahrtüchtig sein.   

Theresia Jonas

IG Integration + Neunkirchen

Unterstützung im schulanalogen Unterricht für junge Flüchtlinge

Das Lernen in Zeiten der Corona-Krise ist auch in Neunkirchen eine besondere Herausforderung. Die Schulen waren lange Zeit geschlossen und der Schulstoff sollte zu Hause bearbeitet werden. Die dadurch entstandenen Lücken können auch durch den rotierenden Unterricht, der jetzt stattfinden kann, nicht geschlossen werden. Doch was kann man tun?

Die IG Integration + hat sich verschiedene Möglichkeiten gesucht, um den Schülern entsprechende Nachhilfe zu geben. So bauen wir auf Nachhilfe per Videochat, der in der Hauptsache von jungen Erwachsenen aus der Gemeinde durchgeführt wird. Einzelunterricht und individuelle Förderung, die in Absprache mit den Lehrern und dem Bedarf des Schülers durchgeführt wird, kommt eher selten vor, da uns hier nicht genügend Helfer zur Verfügung stehen.

Frau Schäfer-Einfinger ist die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder schon seit vielen Jahren ein Grundbedürfnis. Sie möchte, dass jedes Kind die gleichen Zukunftschancen hat und bietet ihre Mithilfe in Form eines Einzelunterrichtes Schülern an.  Eine Grundvoraussetzung für sie ist es, dass sie sich auf die Bereitschaft und die individuellen Bedürfnisse der Schüler einstellt. Flüchtlingskinder brauchen keine Sonderbehandlung, aber eine sensible Behandlung. Ein seelisch stabiles Kind, das sozial eingebunden ist und Anerkennung erhält, wird sich auch mit allen schulischen Anforderungen leichter tun, so die Erfahrung der IG Integration.  

Eine gute Begleitung und Integration von Flüchtlingskindern in unserer Gemeinde ist auch eine riesige Chance für unsere Gesellschaft. Viele Kinder und Jugendliche sind trotz ihres schweren Schicksals (oder manchmal gerade deswegen) hoch motiviert zu lernen und „etwas aus ihrem Leben zu machen“.  

Haben wir Ihr Interesse geweckt?  Wir freuen uns sehr über neue ehrenamtliche „Lernpaten“.

 

Theresia Jonas
IG Integration +

IG Integration + unterstützt Homeschooling

Ein Virus, nicht sichtbar und doch hat er große Auswirkungen. Er hat die ganze Welt im Griff und stellt auch das Leben der Schulkinder auf den Kopf. Familien mussten innerhalb weniger Stunden ihren Alltag neu gestalten, wodurch gewohnte Strukturen sich veränderten oder teilweise sogar gänzlich hinfällig wurden. Dabei ist es gerade in der jetzigen Situation für viele Kinder wichtig, dass sie eine Tagesstruktur haben. Hinzu kommt die Langeweile, die sich immer weiter ausbreitet. Die Stimmung ist bei allen angespannt. Aus unserem Arbeitsalltag als Flüchtlingshelfer wissen wir, dass Struktur vielen Kindern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit gibt. Auch wenn die Regierung langsam Lockerungen im öffentlichen Leben eingeht, weiß man nicht, wann wieder alle Kinder in die Schule gehen und somit in ihren gewohnten Alltag zurückkehren dürfen.  Dabei treffen die Auswirkungen der Pandemie die Kinder von Geflüchteten besonders hart. Sie müssen sich den Schulstoff nun daheim ohne pädagogische Hilfe der Lehrer erarbeiten. „Die Eltern können die Kinder dabei meist nicht unterstützen“, sagt Tarja Palonen-Heisse. Bisher sind bei Lernschwierigkeiten wir Helfer eingesprungen. Doch wir dürfen wegen der Krise derzeit nicht in die Unterkünfte. „Sämtlicher Nachhilfeunterricht fällt aus“, sagt Theresia Jonas.  Die IG hat sich gut mit den Lehrern der Schulen abgesprochen, so wird das Lernmaterial für viele Flüchtlingskinder ausgedruckt und an die Schüler verteilt. Bei Fragen zu den Hausaufgaben haben wir ein Team von Helfern, die per FaceTime den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Leider hat uns die Krise gezeigt, dass die Bildungsungleichheit durch die derzeitige Situation immer größer wird. Wir als IG Integration + wünschen uns, dass wir bald wieder mit unseren „Schützlingen“ lernen können.        

Bleiben sie gesund.

IG Integration + Neunkirchen
Theresia Jonas  

Auch in Coronazeiten wird geholfen

IG Integration verteilt Mund-Nasen-Masken an Flüchtlinge in den Unterbringungen

Schutzmasken sind im Moment ein wichtiges Gut. Auch für Geflüchtete, die in Übergangsheimen wohnen und dort auf engem Raum zusammenleben.

Henny Schäfer-Einfinger hat in der letzten Woche mit anderen Organisationen Kontakt aufgenommen und über ZeSaBo (Zentrallager Sachspenden Bonn) eine Organisation gefunden, die auch für unsere Geflüchteten Mund-Nasen-Masken gegen eine Spende abgeben konnte.

Zusammen mit Frau Jonas wurden die Masken an die Bewohner abgegeben und deren Zweck erklärt.  Ein selbstgenähter Mundschutz ist eine bessere Alternative zu den Einwegmasken, die sich einige der Geflüchteten schon besorgt hatten, da sie durch das waschen mehrfach benutzt werden können.  Die Flüchtlinge waren dankbar für die Bereitstellung der Masken. Für das Team war es ebenso selbstverständlich nochmals auf die Hygienestandards einzugehen, die neben der Maskenpflicht nicht zu vergessen seien.  Das Tragen des Mundschutzes ist nur eine Ergänzung zu den bestehenden Verhaltensregeln und ersetzt nicht die regelmäßige Handhygiene, die Abstandsregel sowie das Einhalten von Husten- und Niesregeln. 

Die IG Integration + hofft, dass ALLE Heimbewohner sich an die Vorgaben halten, denn nur so können auch sie in ihrer schwierigen Wohnsituation sich vor dem Virus schützen.

Theresia Jonas
IG Integration +

Coronavirus – kindgerecht erklärt

IG Integration+ nimmt sich auch diesem Thema an

Auch in Deutschland breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Kinder sehen Menschen mit Atemschutzmasken, übervolle Einkaufswagen in den Supermärkten, die Schulen und Kitas sind dicht – und dann darf man nicht einmal draußen spielen. Warum? fragen sich die Kinder. Wie erklärt man den Kleinen, was ein Coronavirus ist und weshalb man sich jetzt ganz besonders gründlich die Hände waschen sollte. Theresia Jonas nahm sich die Zeit für ein Aufklärungsgespräch im Schulungsraum des Flüchtlingsheimes. Husten, Schnupfen, Grippe, Erkältung – oder Covid 19? Was ist ein Virus? Was kann man gegen das Virus tun? Fragen, die am Ende alle kindgerecht beantwortet wurden.  Das Maßnahmen, wie stündlich die Hände zu waschen, einen Abstand von zwei Metern einzuhalten zur nächsten Person, wichtig sind, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, waren ebenfalls Thema.

Die Kinder haben verstanden, dass wir uns jetzt gegenseitig helfen müssen. Dass es Ärzte, Krankenschwestern und Wissenschaftler gibt, die sich dafür einsetzen, den Ausbruch zu stoppen, und die dabei sind, einen Impfstoff zu entwickeln.  

Die IG Integration+ kümmert sich täglich um die schulischen Belange der Kinder, damit auch sie nach den Osterferien ihre Hausaufgaben zu 100% erledigt haben. Wer Lust und Zeit hat mitzuhelfen, kann sich gerne bei  tarja.palonen-heisse@integration-nks.de melden.

 Theresia Jonas
IG Integration+

Wir bauen unsere eigene Stadt „International“

Eine Stadt ist eine Fläche, die gemeinsam verwaltet wird und ganz unterschiedlich groß sein kann: ein Dorf, ein Markt oder eine Stadt, all das wird Gemeinde genannt. Die Menschen, die in einer Gemeinde wohnen sind ihre Bürger. Der Chef einer Gemeinde ist der Bürgermeister, er regiert zusammen mit dem Gemeinderat oder dem Stadtrat. Damit in unserer Stadt alles gut funktioniert, gibt es eine Stadtverwaltung, die sich um alles kümmert. Beim letzten Treff International wurde eine eigene Stadt gebaut und mit Hilfe der Stadtplanerin und Finanzverwalterin Katharina Janssen stand am Ende der Bauzeit fest, dass es nicht so einfach ist, eine Stadt zu bauen und am Leben zu erhalten. Themen wie z.B. welche Einnahmen und Ausgaben eine Gemeinde verwalten muss, welche Aufgaben habe ich als Bürger innerhalb einer Gemeinde kamen zur Sprache.  Später wurden die Details für den Städtebau besprochen. Jeder der Anwesenden bekam eine fiktive Summe, die er ausgeben konnte. Nachdem sich vier Gruppen gebildet hatten, wurde mit reichlich BaumaterialSchulen, Kindergärten, Schwimmbad, Häuser, E-Werke, Parks, Bürgerhaus u.v.m. gebaut.  Am Ende der Bauarbeiten entstand eine Stadt, die mit großer Mehrheit zur „Stadt International“ ernannt wurde.

Dank der großartigen Vorbereitung von Katharina Janssen durften sich die Gäste einem interessanten Projekt widmen, bei dem die Frage „wer bezahlt das eigentlich alles“ nicht zu kurz kam.

Der nächste Treff International findet am 19. April 2020 in der Alten Schule statt. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein.

IG Integration +

Theresia Jonas

Gründung Flüchtlingsrat Rhein-Sieg e.V.

IG Integration als Gründungsmitglied dabei

Am 13. Januar 2020 wurde in Siegburg der Flüchtlingsrat Rhein-Sieg e.V. gegründet. Wir als IG Integration + haben uns der Vereinsgründung angeschlossen, weil wir der Ansicht sind, dass die verschiedenen kleinen Flüchtlingsorganisationen einen Verein benötigen, um sich nach Außen besser darstellen zu können, sowie Informationslieferant, Ausbildungs- und Fortbildungsnetzwerke zu bilden. Zweck des neu gegründeten Flüchtlingsrates ist u.a., die gleichberechtigte Teilhabe der Flüchtlinge und Migranten an unserem Leben durchzusetzen und sie auch in Einzelfällen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu beraten und zu unterstützen. „Es ist wichtig sich wegen der aktuellen Flüchtlingspolitik – Abschottung mit allen Mitteln, Abschiebungen ohne Betracht des Einzelfalls, Nützlichkeitsrassismus, unmenschliche Behandlung und Diskriminierung, Hetze, Pauschalverdächtigungen, zu bündeln und zu widersprechen. Menschen, die in unserem Land nicht sicher und in Würde leben können, verdienen unsere Solidarität, so die Aussagen einiger Gründungsmitglieder. Die IG Integration + ist stolz darauf ein Teil dieses Flüchtlingsrats Rhein-Sieg e.V. zu sein.

Wer mehr über den Verein wissen möchte, kann dies gerne unter newsletter@fluechtlingsrat-rhein-sieg.de tun.

 

Theresia Jonas

IG Integration +

Vortrag über das neue Asylrecht- und Ausländerrecht

Rechtsanwalt Jens Dieckmann kam auf Einladung der Flüchtlingsinitiative Lohmar-Siegburg e.V.

Zu einem Infoabend über das neue Asylrecht, welches ab Januar 2020 in Kraft trat, wurden Ehrenamtliche des Rhein-Sieg-Kreises nach Lohmar eingeladen. Rechtsanwalt Jens Dieckmann, der als Fachanwalt für Asylrecht, von uns Ehrenamtlichen sehr geschätzt wird, hat in seinem Vortrag die Entwicklung des Asylrechts in Deutschland und die Grundlagen des jetzt geltenden Asylrechts dargestellt.

Für uns Mitglieder der IG Integration ist das Asyl- und Ausländerrecht ein Rechtsgebiet, welches verschiedene Besonderheiten aufweist und für uns, durch die zahlreichen Gesetzesänderungen eine große Herausforderung darstellt. Ausbildungsduldung, Mitwirkungspflicht und Passbeschaffung sind Begriffe, die uns immer wieder begegnen. Der Vortrag gab uns einen Überblick über die neue Gesetzeslage. Rechtsanwalt Dieckmann wies auf die aktuellen Entwicklungen und deren Auswirkungen für die Beratung und Begleitung der schutzsuchenden Menschen hin.

Die Teilnehmer des Abends konnten aktuelle Fälle aus der ehrenamtlichen Tätigkeit anbringen und Fragen zu diesen stellen.  Mit einem „Rucksack“ voller neuer Informationen über die Gesetzesänderungen, die nicht wirklich zu einer  Integration beitragen, fragen wir uns alle, was nach dem neuen Mikrationspaket 2019 von einem humanitären Bleiberecht noch übrig bleibt.   

Theresia Jonas
Integration+

IG Integration + organisiert friedliche Mahnwache

Auch in unserem vergleichsweise „heilen“ Neunkirchen ist auf erschreckende Weise sichtbar geworden, dass wir demokratischen Bürger wachsam sein und unmissverständlich rassistischer, fremdenfeindlicher Gewalt entgegentreten müssen!

Kurz vor Weihnachten wurde einer unserer Flüchtlinge in seiner eigenen Wohnung von Deutschen  überfallen, mit einem Messer verletzt und krankenhausreif geschlagen. Ja, das steht richtig hier: Deutsche haben diese Messerstecherei begangen , die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Nein, der junge Mann, der sich im 3.Lehrjahr befindet, hat keinen Stress gemacht, ist wohlgelitten bei seinen Vermietern und im Dorf.

Sein einziges Vergehen besteht darin, dass er nicht hier geboren ist.

Die Hohner Gemeinschaft ist dagegen aufgestanden, zusammen mit zahlreicher Unterstützung aus Neunkirchen. Sie zeigten mit einer friedlichen Mahnwache:

Wir lassen so etwas nicht zu! Wir lassen uns nicht unser Land und unser Zusammenleben von Menschen zerstören, die mit unseren Werten nichts anzufangen wissen, die da sind Mitmenschlichkeit, Toleranz und Respekt vor dem Grundgesetz!

In diesem Sinne richten wir eine große Bitte an alle Mitbürger. Bitte seien Sie selbstbewusst zu widersprechen überall da, wo Sie fremdenfeindlichen Äußerungen und Meinungen begegnen, damit wir hier alle in Frieden leben können!

 

Katharina Janssen

IG Integration + Neunkirchen